, Monica Wicki

Zunfttag 2024

Am Samstag, 25. Mai fand der diesjährige Zunfttag statt. 37 Zünftler und Zünftlerinnen der Brauerzunft beider Basel machten sich auf den Weg Richtung Ostschweiz. Auf dem Programm stand nicht nur der Besuch von zwei Brauereien, sondern auch viel Kulturerbe.

Am Samstag, 25. Mai fand der diesjährige Zunfttag statt. 37 Zünftler und Zünftlerinnen der Brauerzunft beider Basel machten sich auf den Weg Richtung Ostschweiz. Auf dem Programm stand nicht nur der Besuch von zwei Brauereien, sondern auch viel Kulturerbe.

Klosterbrauerei Pilgrim

Pünktlich um 08.00 Uhr fährt unser bequemer Reisebus vom Bahnhof SBB in Basel Richtung Zürich ab. An der Raststätte in Pratteln wird ein kurzer Zwischenstopp gemacht, um eine Handvoll Nicht-Oberbaselbieter aufzunehmen. Wir kommen schlank durch den normalen Samstagmorgenverkehr, dank dem hervorragenden Fahrer, der sich geschickt dem Verkehrsfluss anpasst. Der erste Stopp unserer Reise ist das Kloster Fischingen bzw die Klosterbrauerei Pilgrim. Hinter den alten Mauern des Benediktiner Klosters Fischingen wird seit 2014 handwerklich Bier gebraut. In Handarbeit und mit viel Erfahrung werden aus dem Wasser der Klosterquelle, Malz, Hefe und Hopfen aromatische Klosterbiere. Bei unserer Ankunft werden wir schon von Martin Wartmann erwartet, einem der Gründer der Klosterbrauerei. Die Fahrt hat durstig gemacht. So wird der Willkommenstrunk – das milde, malzbetonte und leicht herbe Kloster Amber – von allen ungeduldig erwartet. Bewegung kommt in die Gruppe und zum Glück hat es mehr als nur einen Flaschenöffner. Bald hat jeder sein Glas Amber in der Hand und Martin erzählt uns die ersten mitreissende Fakten zur Gründung der Brauerei Pilgrim. Kaum ausgetrunken werden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe begibt sich mit Martin auf die Tour durch die Brauerei. Die andere Gruppe geht mit zwei Guide auf eine Führung durch das Kloster.

Führung durch das Kloster Fischingen

Die barocke Klosterkirche ist sehr eindrücklich. Von unserem kompetenten Guide erfahren wir vieles zur Geschichte des Klosters und über die verschiedenen Räume, durch die wir geführt werden. Sehr glanzvoll und ehrfurchtgebietend ist die barock Klosterkirche. Das Kloster Fischingen wurde 1138 gegründet. Es diente ursprünglich als Unterkunft für Pilger, die auf dem Weg von Konstanz nach Einsiedeln waren. Zu seiner Blütezeit lebten mehr als 200 Nonnen und Mönche im Kloster. Heute wird das Kloster von einem Verein betrieben. Mit Respekt gegenüber den Benediktinern, die hier noch zuhause sind. Unter einem Dach findet man ein Seminarhotel, ein Restaurant, eine Schreinerei und einen Kulturbetrieb. Das Hotel bietet verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten. Die ehemaligen Mönchszellen wurden in stilvolle Hotelzimmer umgewandelt. Moderner Komfort wird mit klösterlichem Flair verbunden. Auch für die Pilger des Jakobswegs stehen Schlafgelegenheiten zur Verfügung, die so gestaltet sind, dass sie den Bedürfnissen von Pilgern entsprechen. Mit einer Atmosphäre, die zum Rückzug und zur Besinnung einlädt. Wer hätte gedacht, dass sich in dieser Ecke des Kantons Thurgau ein solches Juwel befindet.

Die Schreiberin hat einmal das PILGRIM-Frühlingsbier-Fest besucht und im klösterlichen Hotel übernachtet. Absolut empfehlenswert, an einem Kraftort der Schweiz zu übernachten und spezielle Biere zu geniessen.

Tour durch die Brauerei

Nach dem gut einstündigen Rundgang durch die klösterlichen Gemäuer geht es zur Brauereiführung. Den Brauprozess muss Martin uns nicht erklären und so werden wir von ihm direkt in den alten Klosterkeller geführt. Dort reifen die Pilgrim-Biere monatelang in Eichenfässern und entwickeln dabei ihre einzigartigen Aromen. Einige Biere konnten auch schon an internationalen Wettbewerben Medaillen einheimsen. Wir dürfen sieben Spezialitäten verkosten und erfahren noch mehr zur Brauerei und über die verschiedenen Bierstile. Der Alkoholgehalt steigert sich von Bier zu Bier und beim letzten, dem Imperial Russian Stout, sind wir bei knapp 15% angekommen.

Das wirkt sich direkt auf die Glückseligkeit der Teilnehmenden aus. Martin kann unsere Gruppe kaum im Zaum halten, so begeistert sind wir von den Bieren. Beim anschliessenden Besuch des Brauereiladen hat diese Glückseligkeit auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten. Zum Glück hat unser Reisebus eine grosse Staufläche, so dass jeder vollgepackte Karton einen Platz findet.

Die Klosterführung, das Verkosten der Biere und das Einkaufen haben hungrig gemacht. Mit einer 45-minütigen Verspätung fahren wir weiter zu unserem Mittagshalt. Dieser ist zum Glück nur 4 km entfernt im Fischinger Weiler Au. Im Restaurant ‘Schuel Au’, dem ehemaligen Schulhaus, werden wir bereits erwartet. Die langen Tische in ‘unserem’ Schulzimmer sind frühlingshaft dekoriert. Auf der Wandtafel steht das Mittagsmenu, welches einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Auf dem Lehrerpult steht eine Auswahl von Pilgrim Bieren und eigentlich fehlt nur noch die Lehrperson, die uns auffordert, endlich Platz zu nehmen.

Die Mitarbeitenden der ‘Schule Au’ geben beim Service Gas, damit wir unsere Verspätung aufholen können. Sie werden tatkräftig von einigen Zünftlern und Zünftlerinnen unterstützt, so dass wir unseren Zeitrückstand leicht aufholen können. Das bodenständige Menu schmeckt köstlich und die Biere passen wunderbar dazu. Wohlgenährt und mit einer guten Grundlage für den nächsten Programmpunkt fahren wir weiter Richtung Zürich.

Unser nächster Stopp ist die St. Laurentius in Bülach. Die Fahrt dauert eine gute Stunde und einige der Mitreisenden nutzen die Zeit, um sich zu erholen, zu verdauen und oder ein wenig zu dösen. Höre ich sogar leises Schnarchen aus den vorderen Reihen?

St. Laurentius Craft Beer

Auf einer Reise in die USA waren die Gründer der St. Laurentius Brauerei von der dortigen, vielfältigen Bierkultur begeistert. Zurück in der Schweiz wurde zuerst im Keller gebraut und mit Hilfe eines Crowdfunding entstand 2015 die Brauerei St. Laurentius in Bülach. Mittlerweile ist ein 10 HL Sudwerk im Einsatz. 2020 eröffnete das BrewPup, in welchem an 14 Zapfhähnen in-house gebraute Biere ausgeschenkt werden. Wie in den amerikanischen Vorbildern erhält man auch Cider und Hard Selzer (alkoholisches Sprudelwasser). Der grosse Biergarten lädt zum Verweilen und Geniessen und das Essen aus der eigenen Küche vervollständigt den ‘American Way of BrewPub’. Sandro (Verantwortlich für den Verkauf und die Bar) wartet schon auf uns und erzählt zu Beginn Wissenswertes über die Brauerei. Selbstverständlich müssen wir nicht auf dem Trockenen sitzen. Es gibt für jeden zwei Biere und das führt zu einem kleinen Stau an der Bar. Denen, die noch mehr über die Brauerei St. Laurentius wissen möchten, gewährt Sandro einen Einblick in die Brauerei und man erfährt noch mehr zur Philosophie von St. Laurentius und ihren Bieren.

Die Stimmung ist sehr gut. Einige sitzen draussen im Biergarten in der Sonne. Andere bleiben drinnen und probieren die schmackigen Biere von St. Laurentius.

Leider müssen wir bald die Rückfahrt antreten und so besteigen wir etwas wehmütige den Reisebus. Unser Fahrer bringt uns wieder sicher durch den Verkehr und um 18.30 Uhr sind wir alle wohlbehalten in Basel. Ein fantastischer Zunfttag ist zu Ende. Ein war ein Tag mit sehenswerten Brauereien, vielen wunderbaren Bieren und viel himmlischer Kultur. Nun freuen wir uns auf den nächsten Anlass der Brauerzunft beider Basel: eine Weiterbildungsreise ins Welschland.

Klosterbrauerei Pilgrim

Pünktlich um 08.00 Uhr fährt unser bequemer Reisebus vom Bahnhof SBB in Basel Richtung Zürich ab. An der Raststätte in Pratteln wird ein kurzer Zwischenstopp gemacht, um eine Handvoll Nicht-Oberbaselbieter aufzunehmen. Wir kommen schlank durch den normalen Samstagmorgenverkehr, dank dem hervorragenden Fahrer, der sich geschickt dem Verkehrsfluss anpasst. Der erste Stopp unserer Reise ist das Kloster Fischingen bzw die Klosterbrauerei Pilgrim. Hinter den alten Mauern des Benediktiner Klosters Fischingen wird seit 2014 handwerklich Bier gebraut. In Handarbeit und mit viel Erfahrung werden aus dem Wasser der Klosterquelle, Malz, Hefe und Hopfen aromatische Klosterbiere. Bei unserer Ankunft werden wir schon von Martin Wartmann erwartet, einem der Gründer der Klosterbrauerei. Die Fahrt hat durstig gemacht. So wird der Willkommenstrunk – das milde, malzbetonte und leicht herbe Kloster Amber – von allen ungeduldig erwartet. Bewegung kommt in die Gruppe und zum Glück hat es mehr als nur einen Flaschenöffner. Bald hat jeder sein Glas Amber in der Hand und Martin erzählt uns die ersten mitreissende Fakten zur Gründung der Brauerei Pilgrim. Kaum ausgetrunken werden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe begibt sich mit Martin auf die Tour durch die Brauerei. Die andere Gruppe geht mit zwei Guide auf eine Führung durch das Kloster.

Führung durch das Kloster Fischingen

Die barocke Klosterkirche ist sehr eindrücklich. Von unserem kompetenten Guide erfahren wir vieles zur Geschichte des Klosters und über die verschiedenen Räume, durch die wir geführt werden. Sehr glanzvoll und ehrfurchtgebietend ist die barock Klosterkirche. Das Kloster Fischingen wurde 1138 gegründet. Es diente ursprünglich als Unterkunft für Pilger, die auf dem Weg von Konstanz nach Einsiedeln waren. Zu seiner Blütezeit lebten mehr als 200 Nonnen und Mönche im Kloster. Heute wird das Kloster von einem Verein betrieben. Mit Respekt gegenüber den Benediktinern, die hier noch zuhause sind. Unter einem Dach findet man ein Seminarhotel, ein Restaurant, eine Schreinerei und einen Kulturbetrieb. Das Hotel bietet verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten. Die ehemaligen Mönchszellen wurden in stilvolle Hotelzimmer umgewandelt. Moderner Komfort wird mit klösterlichem Flair verbunden. Auch für die Pilger des Jakobswegs stehen Schlafgelegenheiten zur Verfügung, die so gestaltet sind, dass sie den Bedürfnissen von Pilgern entsprechen. Mit einer Atmosphäre, die zum Rückzug und zur Besinnung einlädt. Wer hätte gedacht, dass sich in dieser Ecke des Kantons Thurgau ein solches Juwel befindet.

Die Schreiberin hat einmal das PILGRIM-Frühlingsbier-Fest besucht und im klösterlichen Hotel übernachtet. Absolut empfehlenswert, an einem Kraftort der Schweiz zu übernachten und spezielle Biere zu geniessen.

Tour durch die Brauerei

Nach dem gut einstündigen Rundgang durch die klösterlichen Gemäuer geht es zur Brauereiführung. Den Brauprozess muss Martin uns nicht erklären und so werden wir von ihm direkt in den alten Klosterkeller geführt. Dort reifen die Pilgrim-Biere monatelang in Eichenfässern und entwickeln dabei ihre einzigartigen Aromen. Einige Biere konnten auch schon an internationalen Wettbewerben Medaillen einheimsen. Wir dürfen sieben Spezialitäten verkosten und erfahren noch mehr zur Brauerei und über die verschiedenen Bierstile. Der Alkoholgehalt steigert sich von Bier zu Bier und beim letzten, dem Imperial Russian Stout, sind wir bei knapp 15% angekommen.

Das wirkt sich direkt auf die Glückseligkeit der Teilnehmenden aus. Martin kann unsere Gruppe kaum im Zaum halten, so begeistert sind wir von den Bieren. Beim anschliessenden Besuch des Brauereiladen hat diese Glückseligkeit auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten. Zum Glück hat unser Reisebus eine grosse Staufläche, so dass jeder vollgepackte Karton einen Platz findet.

Die Klosterführung, das Verkosten der Biere und das Einkaufen haben hungrig gemacht. Mit einer 45-minütigen Verspätung fahren wir weiter zu unserem Mittagshalt. Dieser ist zum Glück nur 4 km entfernt im Fischinger Weiler Au. Im Restaurant ‘Schuel Au’, dem ehemaligen Schulhaus, werden wir bereits erwartet. Die langen Tische in ‘unserem’ Schulzimmer sind frühlingshaft dekoriert. Auf der Wandtafel steht das Mittagsmenu, welches einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Auf dem Lehrerpult steht eine Auswahl von Pilgrim Bieren und eigentlich fehlt nur noch die Lehrperson, die uns auffordert, endlich Platz zu nehmen.

Die Mitarbeitenden der ‘Schule Au’ geben beim Service Gas, damit wir unsere Verspätung aufholen können. Sie werden tatkräftig von einigen Zünftlern und Zünftlerinnen unterstützt, so dass wir unseren Zeitrückstand leicht aufholen können. Das bodenständige Menu schmeckt köstlich und die Biere passen wunderbar dazu. Wohlgenährt und mit einer guten Grundlage für den nächsten Programmpunkt fahren wir weiter Richtung Zürich.

Unser nächster Stopp ist die St. Laurentius in Bülach. Die Fahrt dauert eine gute Stunde und einige der Mitreisenden nutzen die Zeit, um sich zu erholen, zu verdauen und oder ein wenig zu dösen. Höre ich sogar leises Schnarchen aus den vorderen Reihen?

St. Laurentius Craft Beer

Auf einer Reise in die USA waren die Gründer der St. Laurentius Brauerei von der dortigen, vielfältigen Bierkultur begeistert. Zurück in der Schweiz wurde zuerst im Keller gebraut und mit Hilfe eines Crowdfunding entstand 2015 die Brauerei St. Laurentius in Bülach. Mittlerweile ist ein 10 HL Sudwerk im Einsatz. 2020 eröffnete das BrewPup, in welchem an 14 Zapfhähnen in-house gebraute Biere ausgeschenkt werden. Wie in den amerikanischen Vorbildern erhält man auch Cider und Hard Selzer (alkoholisches Sprudelwasser). Der grosse Biergarten lädt zum Verweilen und Geniessen und das Essen aus der eigenen Küche vervollständigt den ‘American Way of BrewPub’. Sandro (Verantwortlich für den Verkauf und die Bar) wartet schon auf uns und erzählt zu Beginn Wissenswertes über die Brauerei. Selbstverständlich müssen wir nicht auf dem Trockenen sitzen. Es gibt für jeden zwei Biere und das führt zu einem kleinen Stau an der Bar. Denen, die noch mehr über die Brauerei St. Laurentius wissen möchten, gewährt Sandro einen Einblick in die Brauerei und man erfährt noch mehr zur Philosophie von St. Laurentius und ihren Bieren.

Die Stimmung ist sehr gut. Einige sitzen draussen im Biergarten in der Sonne. Andere bleiben drinnen und probieren die schmackigen Biere von St. Laurentius.

Leider müssen wir bald die Rückfahrt antreten und so besteigen wir etwas wehmütige den Reisebus. Unser Fahrer bringt uns wieder sicher durch den Verkehr und um 18.30 Uhr sind wir alle wohlbehalten in Basel. Ein fantastischer Zunfttag ist zu Ende. Ein war ein Tag mit sehenswerten Brauereien, vielen wunderbaren Bieren und viel himmlischer Kultur. Nun freuen wir uns auf den nächsten Anlass der Brauerzunft beider Basel: eine Weiterbildungsreise ins Welschland.

Die Schreiberin: Monica Wicki