Basel war schon immer eine Weinstadt, in der es die Brauer schwer hatten. Sie kamen von auswärts, sie wurden steuerlich benachteiligt und sie wurden nicht gross geachtet. Das änderte sich erst, als die Reblaus in ganz Europa die Weingärten vernichtete und zugleich mit der Industrialisierung und dem Ausbau der Transportwege (Eisenbahn) die Anlieferung von Hopfen und Malz vereinfacht wurde. 1870 herum gab es in Basel 19 Brauereien, doch schon bald reduzierte sich ihre Zahl drastisch, als die Kühlung durch Linde erfunden wurde und viele Brauereien die für ihre Einführung benötigten Mittel nicht hatten.

In der Neuzeit setzte die stete Konzentration dem Brauwesen zu. Nach der Schliessung von Warteck im 1988 gab es in Basel nur noch die Fischerstube. Dies änderte sich 1998 mit dem Auftreten von Unser Bier. Heute gibt es in Basel 13 und im Baselbier 21 registrierte Braustätten, die mit grossem Einsatz viel zur Belebung der Bierkultur leisten.